Tagesausflug nach Neapel. Über 2500 Jahre auf dem Buckel am Fuße des Vesuve. Erste Überraschung: furchtbar schlechte Straßen, selbst Rumänien kann hier nicht toppen und wenn man einmal um den Bahnhof herumgefahren ist, merkt man, woraus die Stadt gemacht ist. Die früheren Elendsquartiere sind zwar inzwischen wesentlich besser aber immer noch gutes Futter für die Kamera und fürs historische Gespür. Die Armut ist hier noch recht deutlich.
Der Vesuv tickt im Hintergrund unauffällig wie eine Bombe mit verrostetem Zeitzünder. Am Hafen baden ganze Familien zwischen alten Fischerbooten und modernen Yachten. Das Castel Nuovo ist Zeuge der wechselhaften Geschichte der Stadt, mehrfach wurde diese Festung umgebaut und zerstört. Vom Castel Sant'Elmo hat man einen perfekten Blick über die Stadt. Ein Kioskmann, der sogar deutsch konnte, liess mich im Parkverbot parken und scheuchte die Politesse davon - mein erster mafioser Moment im Leben.
Zurück am Zeltplatz kochte Ornella einen italienischen Festschmaus in 5 Gängen. Salvatore legte ein Riesensteak auf den Grill, das ihm perfekt gelang. Dazu trank ich einen ganzen Krug hausgemachten Wein und dazu Zitronenschnaps. Wir schauten FC Milano vs. Inter Mailand und lachten über Ronaldhinos jämmerlichen Auftritt. Volltrunken und zufrieden stürzte ich samt Aussenzelt ins Innenzelt.
Am nächsten Morgen alles ins Auto geworfen und über Vatikanstadt zum Lago Trasimeno gefahren. Die Luft hatte sich inzwischen sehr abgekühlt, ein Mörderschauer ließ mich bei 100 Sachen erblinden, fast krachte ich einen LKW, mir gingen beide Hupen. Am Campingplatz am nordwestlichen Ufer gibts viel Platz und Knochenboden. Ein Holländer lieh mir seinen Hammer, mit dem ich mir dann einen Daumen blau schlug.
Sonntag, 30. August 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen